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Haarausfall

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Haarausfall – oftmals ein Grund zur Besorgnis – ist häufiger bei Männern zu beobachten, betrifft jedoch auch einige Frauen. Er kann in verschiedenen Formen auftreten und durch unterschiedlichste Faktoren verursacht werden. Frühzeitige Maßnahmen sind grundlegend für eine effiziente Behandlung.

Das Haar befindet sich in ständiger Erneuerung, und es ist absolut normal, dass jeden Tag eine bestimmte Menge ausfällt, die im Frühjahr oder im Herbst etwas größer sein kann. Mit voranschreitendem Alter ist es natürlich, dass das Haar lichter wird, da die nachwachsenden Haare feiner als die vorangehenden sind.
Haarausfall wird dann problematisch, wenn pro Tag mehr als einhundert Haare ausfallen. Auf lange Sicht kann dies zum Ausdünnen oder vollständigen Verschwinden des Haupthaars führen, was ein schwer hinzunehmendes ästhetisches Problem darstellen kann.

Die verschiedenen Formen des Haarausfalls
– Androgenetische Alopezie
Die häufigste Ursache für Haarausfall ist die androgenetische Alopezie, das heißt, gleichzeitig hormonell und erblich bedingter Haarausfall. Bei Männern tritt sie sehr viel häufiger auf – jeder 2. Mann ab einem Alter von 50 Jahren ist betroffen – sie kann jedoch bereits in der Pubertät beobachtet werden und äußert sich zunächst durch das Ausdünnen des Haares an Stirn und Schläfen. Bei Frauen lässt sich vielmehr das Ausdünnen des Deckhaars beobachten.
Die androgenetische Alopezie ist auf eine übermäßige Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Androgenen zurückzuführen. Diese Hormone verursachen eine Beschleunigung des Lebenszyklus des Haars, wodurch die Produktionsfähigkeit des Haarfollikels nach und nach erschöpft wird. Schließlich werden keine neuen Haare mehr gebildet, und das Haar wird dünner.
Wenn Sie mehr über die androgenetische Alopezie erfahren möchten, lesen Sie das Ratgeberblatt zu diesem Thema.

– Kreisrunder Haarausfall auf gesunder Kopfhaut
In diesem Fall wird das Haar in bestimmten Zonen der Kopfhaut dünner oder fällt ganz aus, während der Rest des Haars normal und die Kopfhaut gesund ist. Die Alopecia areata (Autoimmunerkrankung, die zum vollständigen Haarausfall in begrenzten Bereichen der Kopfhaut führt) und die Trichotillomanie (nervöse Störung, deren Betroffene an den Haaren ziehen oder sie um die Finger wickeln) sind die beiden Hauptursachen für diesen Typ von Alopezie.
Wenn sie zu oft getragen werden, können bestimmte, sehr strenge Frisuren (Dutt, Pferdeschwanz, Zöpfe) ebenfalls zu kreisrundem Haarausfall führen. Dieses Phänomen tritt häufig bei krausem Haar auf.
Wenn Sie mehr über kreisrunden Haarausfall erfahren möchten, lesen Sie das Ratgeberblatt zu diesem Thema.

– Kreisrunder Haarausfall auf geschädigter Kopfhaut
Bestimmte Hautkrankheiten oder -infektionen (Knötchenflechte, Lupus usw.), sowie Narben infolge von Verletzungen oder Verbrennungen können eine Zerstörung der Haarfollikel in den betroffenen Bereichen hervorrufen, in denen die Haare komplett ausfallen. Daher ist es von maßgebender Bedeutung, möglichst früh zwischen diesen beiden Ursachen zu unterscheiden, denn entzündliche Erkrankungen (Knötchenflechte und Lupus) können zu irreversiblem Haarausfall führen, wenn sie zu spät behandelt werden.
Die Ringelflechte, eine Pilzinfektion der Kopfhaut, führt ebenfalls zu kreisrundem Haarausfall. Besonders häufig tritt sie bei Kindern auf. In den meisten Fällen lässt sich nach der Heilung eine Erholung der Haardichte beobachten.

– Telogenes Effluvium
Plötzlicher, übermäßiger und diffuser Haarausfall charakterisiert das telogene Effluvium, welches durch physiologische Faktoren (Nährstoffmangel, Mutterschaft oder ein chirurgischer Eingriff, extreme Müdigkeit usw.) oder psychologische Faktoren (emotionale Belastung, intensiver Stress oder Depressionen) verursacht werden kann. Im Allgemeinen von gutartigem Verlauf, heilt es in den meisten Fällen nach einigen Monaten von selbst wieder ab.
Wenn Sie mehr über das telogene Effluvium erfahren möchten, lesen Sie das Ratgeberblatt zu diesem Thema.

Behandlung von Haarausfall
Es ist grundlegend, bei Haarausfall so früh wie möglich zu handeln, um eine vollständige Kahlköpfigkeit zu vermeiden. Außerdem sind die Behandlungen um einiges wirksamer, wenn das Haar nicht vollständig ausgefallen ist. Suchen Sie also Ihren Dermatologen auf, sobald Sie merken, dass Ihr Haar dünner wird. Gemeinsam mit Ihnen ermittelt er den Typ und die Ursachen Ihres Haarausfalls, um eine geeignete Behandlung einzuleiten: lokale Behandlung, oral zu verabreichende Arzneimittel oder Chirurgie in den schwersten Fällen.
Wenn Sie mehr über die Prävention und Behandlung von Haarausfall erfahren möchten, lesen Sie das Ratgeberblatt zu diesem Thema.